Der Riesling
Der Riesling wird auch bezeichnet als "König unter den Weißweinen" und trägt seine besten Qualitäten in kühlen Klimazonen, etwa an der Mosel und am Rhein. Seine erste ausdrückliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1435 aus der Koblenzer Gegend und die Rebe erreichte spätestens im Laufe der folgenden hundert Jahre die meisten Weingärten der Mosel. Wegen seiner vergleichweise geringen Erträge und der späten Reifezeit konnte sich die Rebe zu Anfang nur schwer durchsetzen, seine Qualität überzeugte aber zunächst an den kurfürstlichen Höfen von Trier, Mainz, und Köln, um dann einen Siegeszug anzutreten, der bis heute nicht beendet ist. Im Jahre 1787 verfügte der Trierer Fürsterzbischof Clemens Wenzeslaus, das in seinem Herrschaftsbereich nur noch Riesling angebaut werden sollte. Dieses Gesetz hatte bis in die 1960er Jahre Bestand und machte die Mosel zum bis heute größten zusammenhängenden Rieslinganabugebiet. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert waren deutsche Rieslingweine von der Mosel teils international höher gehandelt als hochwertige Bordeaux. |
Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Riesling am Herrenberg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Genetisch besitzt der Riesling mindestens zwei nachweisbare "Grosseltern", die zusammen mit einigen nicht identifizierten Vorfahren sein heutiges Geschamcks- und Aromanbil ergeben. Mit Sicherheit befindet sich unter seiner Ahnenreihe die sogenannte "Weisser Heunisch" Rebe, die ursprünglich vermutlich aus Ungarn stammt, und nach der Legende mit den Hunnen durch Europa gereist sein soll, tatsächlich aber wohl im frühen Mittelalter über den Kontinent verbreitet wurde. In Frankreich heisst dieser Riesling- Ahne, von dem sein Säure-Potential stammen soll, Gouais Blanc. Eine weitere Stufe hin zum Riesling ist wahrscheinlich schon erheblich älter und geht vielleicht bis zu den Römern zurück. Diese brachten nämlich nachweislich Traminer-Reben aus dem heutigen Südtirol an den Rhein. Dort muss sich der Traminer durch natürliche oder bewusste Kreuzung mit einer namenlosen authochtonen (einheimischen) Rebsorte zu einem Vorfahren unseres heutigen Riesling gepaart haben. Die einheimische Rebe brachte vermutlich die Frosthärte und die relative Kleinbeerigkeit des Rieslings mit in die Ehe und wurde möglicherweise bereits von den Germanen oder Kelten aus natürlich am Rhein vorkommenden Wildreben ausgelesen. |
Abstammung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Häufig wird das Aromenbild des Riesling mit demjenigen des Apfels verglichen und seine Säure besteht tatsächlich teilweise aus Apfelsäure. Der bei vielen Weissweinen gewünschte Abbau dieser Substanz durch die sogenannte malolaktische Gärung (zweite Stufe der Gärung, hervorgerufen und gesteuert durch Milchsäurebakterien) wird beim Riesling häufig unterbunden, um ein spritziges, frisches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Mit längerer Lagerung des Rieslings verschwindet jedoch das Apfelaroma zunehmend hinter Alterungsaromen. Apfelaromen gelten ferner als typisch für nördliche Anbaugebiete mit Schieferböden wie die Mosel Bei jungen Rieslingen mit geringem Mostgewicht kann ein Weintrinker auf der Zunge aber auch häufig Zitrusnoten feststellen. Dies gilt als Indiz für eine Herkunft von schweren Lehm bzw. Lössböden, die auf Grund ihrer Feuchtigkeit relativ kühl sind und etwa im Burgund, in Österreich oder in Ungarn vorkommen. Verwitterte Buntsandsteinböden, wie an Teilen der Mosel und am Rhein wiederum schmecken im Glas nach Aprikosen, eine Aromatik, die sich verstärkt, je vollreifer das Lesegut ist. |
Aromatik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Eine kleine Übersicht der Rebsorten die an der Mosel angebaut werden:
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Feiten Wines - Weine der Mosel die ihres Gleichen suchen.


